Karottensaft selber machen ohne Entsafter – Mit dem Mixer wird der Möhrensaft auch richtig lecker

Für einen leckeren selbstgemachten Karottensaft ist zwar ein Entsafter die praktischere Wahl, aber auch mit dem Mixer oder mit der Küchenmaschine lässt sich der gesunde Saft herstellen. Es dauert allerdings ohne Entsafter etwas länger. Das gilt für das Machen ebenso wie für das anschließende Aufräumen der Küche.

Karottensaft selber machen ohne Entsafter

Schritt für Schritt Anleitung Karottensaft selber machen ohne Entsafter und nur mit dem Mixer.

Karotten für Mixer und Küchenmaschine vorbereiten

Zunächst werden die Karotten, je nach persönlicher Vorliebe, geschrubbt oder geschält. Da ich beinahe fast nur Spätkartoffeln verwerte, ziehe ich meine Möhren mit dem Sparschäler ab und schneide die Enden ab. Bundmöhren würde ich nur unter Wasser abbürsten.

Karotten für Mixer vorbereiten
Karotten abwaschen / schrubben / schälen – Vorbereiten für den Mixer.

Möhren klein schneiden für den Mixer

Mit dem Schälen oder Waschen ist es mit der Vorbereitung der Karotten für den Mixer noch nicht getan. Weder in einem Mixer noch in einer Küchenmaschine sollten bei Beginn des Mixvorgangs ganze Karotten verwendet werden. Man sollte das Gemüse in Stücke schneiden. Nutzt man dieses Küchengerät das erste Mal, um Karotten zu pürieren, sollte man eher mit kleineren Stücken beginnen und dann bei der Verarbeitung gut darauf achten, ob das Gerät dieses mühelos verarbeitet. Wenn ja, dann können die Stücke beim nächsten Mal etwas größer ausfallen. Mit etwa drei bis fünf Zentimeter großen Karottenstücken sollte man aber auf der sicheren Seite sein und keine Beschädigungen von Mixer oder Küchenmaschine riskieren.

Möhren Mixer
Die Möhren sollten für den Mixer oder die Küchenmaschine in kleine Stücke geschnitten werden. Dann tut sich der Mixer nicht so schwer.

Die sauber geschrubbten oder geschälten Karottenstücke werden nun in Mixer oder Küchenmaschine gegeben. Nun werden sie zerkleinert. Sollten die Karotten bereits zu trocken sein, ist bei Winterkarotten oft der Fall, dann besser noch etwas Wasser mit in den Mixer geben.

Wasser hilft dem Mixer bei der Arbeit

Karotten pur zu trocken für den Mixer
Wie man hier sieht sind die Karotten pur einfach zu trocken für den Mixer. Kleiner als auf dem Bild ging es ohne Wasser nicht.

Ich habe bei meinem Philips-Mixer für 500 Gramm Winterkarotten ca. 400 ml (heißes) Wasser zugeben müssen, damit ich am Ende Karottenpüree erhalten habe. Ebenso sollte man Wasser zugeben, wenn sich der Mixer zu laut anhört und man das Gefühl hat, dass er zu sehr arbeiten muss.

Erst mit Wasser macht der Mixer seine Arbeit und aus den Karotten Püree.
Erst nach der Zugabe von (heißem) Wasser macht der Mixer seine Arbeit und aus den bisher nur geraspelten Karotten richtiges Karottenpüree.

Es müssen auch nicht alle Karotten auf einmal püriert werden. Lieber erst mit einer kleineren Portion beginnen. Ich habe 250 Gramm Karottenstücke gemixt bis nichts mehr ging, das waren allerdings eher Raspeln. Dann die ersten 200 ml warmes Wasser dazugeben. Zu Püree verarbeitet. Die Hälfte der übrigen Karotten dazugegeben, etwas warmes Wasser, wieder zu Püree verarbeitet und nun den Rest der Karotten und noch etwas Wasser.

Nährstoffe lösen für einen gesunden Karottensaft aus dem Mixer

Bevor nun das Karottenpüree durch ein Sieb gegossen wird, wird es noch mit heißem Wasser aufgegossen. Dafür einfach ein bis zwei Tassen Wasser zum Kochen bringen und das mit dem Karottenpüree vermischen. Gut geeignet ist ein Glasbehälter, zur Not geht auch ein Kochtopf. Karotten haben nämlich die Eigenschaft Kunststoff und Plastik zu verfärben. Daher sollte man auch den Mixer, der meist ja aus Plastik ist, zügig nach dem Pürieren der Karotten säubern.

Vorstufe zum Karottensaft
Karottenpüree mit heißem Wasser um die Nährstoffe zu lösen – bald ist der Karottensaft fertig.

Das heiße Wasser gut mit dem Püree vermischen.

Karottenpüree Zeit geben

Das Ganze nun etwas stehen lassen. Wasser, vor allem wenn es dann noch heiß ist, löst Nährstoffe und Geschmack aus dem Püree hinaus. Da verhält sich das Karottenpüree ähnlich wie Teeblätter. Optimal wäre es, wenn das Wasser mindestens fünfzehn Minuten Zeit hat, Nährstoffe aufzunehmen. Aber nicht übertreiben. Eine halbe Stunde reicht dann auch.

Karottenpüree ins Sieb geben – Erster Karottensaft wird sichtbar

Karottenpüree durch Sieb
Jetzt muss nur noch das Püree vom Möhrensaft getrennt werden. Dafür das Karottenpüree in ein Sieb geben.

Nun nimmt man das mit heißem Wasser verdünnte Püree und seiht es durch ein Haarsieb in einen anderen Krug oder Topf ab. Mit einem großen Löffel oder einem Kochlöffel etwas nachhelfen, damit möglichst viel Saft durchläuft. Je feiner das Sieb ist, desto feiner wird der Saft und desto weniger Fruchtfleisch landet in diesem. Es sollte kein weißes Plastiksieb sein (das wäre anschließend sicherlich nicht mehr weiß).

Der erste Karottensaft ist im Topf

Und hier ist das erste Ergebnis in Form von Karottensaft zu sehen. Das Abseien durch das Sieb dauert zum Glück nicht so lange.

Erster Karottensaft im Topf.
Der erste Karottensaft ist schon im Topf.
Karottensaft ohne Entsafter ist viel Arbeit.
Noch mit dem Löffel nachhelfen. Karottensaft ohne Entsafter ist doch viel Arbeit.

Karottensaft muss nur noch serviert werden 🙂

Wer den Karottensaft kalt genießen möchte, sollte ihn nun in eisgekühlte Gläser schütten. Oder ein, zwei Eiswürfel dazu geben. Oder das gewünschte Glas zuvor in den Tiefkühler geben.

Möhrensaft Mixer fertig zum verfeinern
Der Möhrensaft aus dem Mixer ist fertig und kann pur genossen werden oder verfeinert mit Orangensaft. Sehr lecker.

Siehe auch Karottensaft verfeinern. Bei mir durfte auch bei dieser Variante weder der Ingwer noch das Leinöl fehlen. Auf der Oberfläche vom Karottensaft kann man auch erahnen, dass Leinöl im Saft ist. Welches Rezept man am Ende verwendet, das ist Geschmachsache. Hauptsache im Rezept kommt auch Karottensaft drin vor 🙂

Karottensaft ohne Entsafter mit dem Mixer – viel Arbeit

Fazit: Um nur mal auszuprobieren, ob Karottensaft schmeckt, ist die Methode mit dem Mixer in Ordnung. Wer täglich Karottensaft selber machen möchte, sollte sich alsbald einen Entsafter zu legen. Selbst mit meinem ersten, recht kleinen Entsafter habe ich schneller Karottensaft herstellen können, als mit der Mixer-Methode. Dazu das die Herstellung länger dauert, kommt ja auch noch das sauber machen. Beim Entsafter mache ich das Gerät, den Saftkrug, ein Messer, ein Brettchen, einen Sparschäler oder eine Gemüsebürste und einen Teller dreckig. Bei der Methode mit dem Mixer habe ich nicht nur das Gerät, den Saftkrug, ein Messer, ein Brettchen, einen Sparschäler oder eine Gemüsebürste, sondern ich brauch noch etwas, um Wasser heiß zu machen (Wasserkocher oder eben Topf), ein Haarsieb, wenn ich nicht meinen Mixer der Gefahr des Verfärbens aussetzen möchte, einen Behälter, in dem das Karottenpüree mit dem heißen Wasser ziehen kann und einen Löffel. Und der Saft wird warm, wobei ich das sogar lecker fand.

Nachteile der Zubereitung von Möhrensaft im Mixer

  • Viel mehr Arbeitsmaterial wird benötigt (das auch nicht von selbst wieder sauber wird).
  • Es dauert länger.
  • Mit Wartezeit (Karottenpüree mit heißem Wasser ziehen lassen).
  • Es muss wieder abkühlen (oder zusätzliche Verwässerung mit Eiswürfeln).
  • Wird mit Wasser gestreckt. Mutmaßlich muss ich also mehr trinken, um die gleiche Menge an Vitaminen und Nährstoffe aufzunehmen.

Vorteile Karottensaft im Mixer machen

  • Wer keinen Entsafter hat und es einfach mal ausprobieren möchte, kann das mit Hilfe eines Mixers einfach mal tun.
  • Es schmeckt durchaus lecker – aber eben nicht leckerer – und der Saft wird feiner (durch das Haarsieb gegossen). Aber den Saft aus dem Entsafter könnte man sicherlich auch noch mal abseihen.
  • Der Karottensaft schmeckt schon etwas anders, mehr wie feine Gemüsebrühe. Leicht warm hat mir dieser Saft pur besser geschmeckt als kalt.

Mixer oder Küchenmaschine?

Statt einem Mixer soll Karottensaft ohne Entsafter auch mit einer Küchenmaschine funktionieren. Das habe ich nun nicht probiert. Der Vorteil vom Mixer soll allerdings sein, dass er die Karotten etwas feiner püriert. Das bedeutet am Ende eine größere Saftausbeute.

Der Karottensaft ist nicht der einzige Saft, der sich auf so unterschiedliche Weise lecker herstellen lässt. So kann man auch Tomatensaft mit dem Entsafter machen oder eben die Tomaten Kochen und dann durch ein Sieb drücken. Beim Tomatensaft bevorzuge ich die Methode mit dem Kochen, auch da das enthaltene Lycopin so besser von unserem Körper verwertet werden kann. Mehr dazu unter Tomatensaft.net.